Was ich bisher am UWC erlebt habe

Ein Blickwinkel auf den Campus

Ich lebe jetzt seit fünf Wochen auf dem Campus des Robert-Bosch-Colleges und es ist unglaublich viel passiert. Ich habe auf meine Testergebnisse auf SarsCoV-2 gewartet, die Orientation week durchlebt, 14 Tage auf dem Campus eine Quarantäne durchlebt, bevor ich das Gelände zum ersten Mal verlassen durfte, ich habe begonnen, morgens an der Dreisam zu joggen, ich habe meine Kurse gewählt und bin dabei, mich an den Schulalltag hier zu gewöhnen, ich habe gelacht, geweint, nette Menschen kennengelernt, mich teils sehr zugehörig und dann wieder sehr einsam gefühlt und bin während des Outdoor-Retreats gewandert und mit einem Kanadier gepaddelt.

Was hier (nicht) passiert ist und warum

Doch von all dem habe ich hier bisher nicht berichtet und das hat verschiedene Gründe:
Als mein Blog auf der Seite von UWC Deutschland verlinkt wurde, habe ich den Druck gespürt, so einen typischen UWC-Blog zu gestalten, mit vielen Fotos, Geschichten und Anekdoten vom Internatsleben. Doch es hat sich für mich sehr unnatürlich angefühlt, Fotos für diese Website zu machen und ich wollte viel lieber den Moment genießen und in mein Herz aufnehmen.
Außerdem haben mich in dieser kurzen Zeit unglaublich viele Themen teils gleichzeitig beschäftigt und mit Schulaufgaben, Schlaf, Sport und Freund*innen waren die 24 Stunden eines Tages dann schon gut gefüllt. Das alles hat dazu geführt, dass ich hier nicht aktiv war.

Die Zukunft dieses Blogs

In den vergangenen fünf Wochen habe ich außerdem gemerkt, dass mir meine Gesundheit, meine Schulischen Leistungen und die Zeit mit Freund*innen wichtiger sind als dieses Projekt hier. Das bedeutet aber nicht, dass ich keine Zeit mehr investieren möchte, um hier meinen persönlichen Weg nachzuzeichnen und damit im Besten Fall andere Menschen zu bereichern und/oder zu inspirieren. Ich möchte mir einen Rhythmus aneignen, innerhalb dessen ich in mich gehe, herausfinde, was mich aktuell wirklich bewegt, was ich gerade lerne und wofür ich mich im Moment interessiere. Und zu diesen Themen möchte ich in Zukunft alle zwei Wochen am Sonntag einen Blogartikel veröffentlichen. Anfangs habe ich mich noch gegen so einen festen Rhythmus gesträubt, aber ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass es für mich hilfreich ist, mich in einer formal immer gleichbleibenden Routine zu bewegen. Dass das hier kein Internatsblog werden soll, war mir ja eigentlich schon klar und so habe ich es auch in meinem Vorstellungstext geschrieben. Doch offensichtlich ist diese Entscheidung nicht wirklich in meinem Bewusstsein angekommen. Doch jetzt fühle ich mich bereit, diesen Ort zu gestalten, wie ich es will, ohne dabei darüber nachzudenken, was andere von mir erwarten könnten.
Der nächste Beitrag kommt also am 11. Oktober, mal sehen, was mich bis dahin so umtreibt…

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