Mein aktuelles Tagebuch

Meine Tagebuch-„Vergangenheit“

Seit Dezember 2019 nutze ich das 6 Minuten Tagebuch (6MT) von Urbestself und war damit lange Zeit glücklich. Die Philosophie dahinter hat mir sehr geholfen, das tägliche Tagebuchschreiben am Morgen und am Abend als Gewohnheit zu etablieren. Es hat mir Selbstvertrauen im Bewerbungsprozess für UWC gegeben und mich durch die täglichen Zitate inspiriert sowie durch die außergewöhnlichen wöchentlichen Fragen in meinem Reflektionsprozess bereichert. Als das Buch voll war, wollte ich nicht so viel Geld für ein weiteres ausgeben und es einfach in einem leeren Notizbuch mit denselben täglichen Fragen bzw. Bereichen fortführen. Die wöchentlichen Fragen wollte ich wieder aus dem alten Buch entnehmen und jeden Tag ein Stück in einem Buch lesen und ein Zitat daraus entnehmen. Spoiler: Ich habe weder die wöchentlichen Fragen neu beantwortet, noch täglich ein wenig aus einem Buch gelesen, das so inspirierend war, dass ich daraus ein Zitat in mein Tagebuch integrieren wollte. In den letzten Wochen und Monaten (insbesondere in den Sommerferien) habe ich gemerkt, dass die ursprüngliche Struktur des 6MT nicht mehr zu meinen Bedürfnissen passt, die ich mir durch das tägliche Schreiben erfüllen möchte.

Tagebuchstruktur reflektieren

Heute hatte ich eine längere Pause zwischen den verschiedenen Programmpunkten der Orientation week am Robert-Bosch-College[1], die ich für eine kleine Reflektionssession genutzt habe. Das hat mir sehr gut getan und mich auf die Idee gebracht, einen Blogpost zu diesem Prozess zu schreiben.

Und siehe da, nun sitze ich auf der Terrasse unseres Hauses und schreibe diese Zeilen mit Blick auf den bewölkten, regnerischen und mysteriös wirkenden Schwarzwald. Let´s go!

Kontinuität und Veränderung auf einen Blick

Bereich/FrageWeiter wie bisher? (Ja/Nein)Begründung
1. Ich bin dankbar für…Ja– hilft mir, mich täglich auf bereits bestehendes Gutes in meinem Leben zu konzentrieren
2. Was würde den heutigen Tag wundervoll machen?Nein– wollte ich zuerst beibehalten, doch einerseits ist er verbunden mit dem fünften Bereich (den ich verändert habe) andererseits hat er sich zunehmend in eine Art To-Do Liste verwandelt, was mich unter Druck setzt
– ich habe ihn umgewandelt in „Was werde ich heute gutes für mich tun?“, wobei ich dabei immer nur einen Punkt aufschreibe, um mich nicht zu stressen/zu überfordern
3. Positive SelbstbekräftigungJa– hilft mir täglich dabei, positive Glaubenssätze zu stärken und in Erinnerung zu behalten
-> negative vergessen
– gerade bei der Bewerbung für UWC hat mir der Bereich geholfen, an mich zu glauben und Fortschritte im Bewer-bungsprozess sichtbarer zu machen
4. Was habe ich heute gutes für jemenschen getan?ja– hat mir geholfen, abends Momente der Hilfsbereitschaft wieder aufleben zu lassen
– meine Gefühle dazu noch einmal in Erinnerung rufen
5. Was möchte ich morgen besser machen?nein– hat mich wie auch die zweite Frage unter Druck gesetzt, generell finde ich die Idee, aus Fehlern zu lernen gut
– weil ich in meinem Tagebuch ehrlich sein will, schreibe ich hier meine Gefühle, meine befriedigten und unbefriedigten Bedürfnisse und die Themen auf, die mich tagsüber beschäftigt haben
-> so kann ich darauf eingehen, was ich verändern möchte und gehe dabei tiefer und bin ehrlich
6. Tolle Dinge, die ich heute erlebt habeja– wenn mein Tag generell schön war und ein blödes Erlebnis mich am Abend runterzieht, hilft es mir, den Fokus auf die Sonnenseiten des Tages zu legen und mich nicht über die paar Momente zu ärgern, die ich mir anders gewünscht hätte
– ich mag es auch gerne, dass Tagebuch schreiben abends damit abzuschließen, um mit einem Gefühl der Wärme und Hoffnung ins Bett zu gehen

Noch ein paar Worte zum 6 Minuten Tagebuch
(mehr Infos dazu auf: https://urbestself.de/products/das-6-minuten-tagebuch)

Ich kann das 6 Minuten Tagebuch allen Menschen ans Herz legen, die gerne mehr Freude, Motivation, Dankbarkeit, Achtsamkeit, Reflektion und Klarheit in ihr Leben bringen und Tagebusch schreiben als Gewohnheit etablieren wollen. Ich habe für mich gemerkt, dass ich meine Tagebuchstruktur verändern muss, wenn mich diese Gewohnheit weiterhin bereichern soll. Wenn das bei euch auf andere Weise oder gar nicht der Fall ist, ist das vollkommen schön so. Just go for your needs and wishes!


[1] Zu der Orientation week und zum Schulstart und meinen Gedanken dazu veröffentliche ich hier zeitnah einen Beitrag.

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