Zweifel an meinem Vorstellungstext

Ich habe mich anfangs sehr wohl gefühlt mit dem Vorstellungstext, den ich auf diesem Blog veröffentlicht habe. Doch es dauerte nicht lange, bis ich daran zweifelte, ob ich mein Blogkonzept wirklich so umsetzen sollte. Ich schrieb, dass ich „mich nicht auf bestimmte Themen festlegen“ möchte. „Vielmehr möchte ich den Impulsen folgend, die in mir aufkommen“. Doch alle gängigen Plattformen im Internet empfehlen genau das Gegenteil: Blogger*innen sollten sich auf bestimmte Themenbereiche festlegen, in denen sie selbst Expert*innen sind und ihre Leser*innen informieren und deren „Probleme“ lösen können.

Der Entstehungsprozess

Bei der Gestaltung meines ersten Posts habe ich mir sehr viel Mühe gegeben, eine Zeichnung sowie eine Aquarellmalerei selbst gemacht und diese solange fotografiert, bis mir das Resultat gefiel. Mir ist es wichtig, nicht nur trockenen Text, sondern auch dazu passende Bilder zu veröffentlichen, um Abwechslung in meine Inhalte zu bringen.

Perfektion: Mein Ziel?

Eigentlich steckt hinter diesem streben nach Perfektion der Wunsch nach Aufmerksamkeit, nach einem Blog, der monatlich von mehreren Tausend Menschen gelesen wird und sie inspiriert. Denn das stärkt mein Selbstwertgefühl, die Überzeugung davon, dass ich wichtig, toll und liebenswert bin, dass ich eine besondere Daseinsberechtigung habe. Dabei sind wir alle wertvoll, wir alle verdienen es, geliebt zu werden und es ist schön, dass jede*r einzelne von uns da ist.

Postkarte einer Freundin

Was mir wirklich am Herzen liegt

Dabei ist viel Aufmerksamkeit und eine mehrere tausend Menschen große Community nicht der Beweggrund für mich gewesen, einen Blog zu starten. Ich möchte vielmehr meine Erkenntnisse, Impulse und Fragen öffentlich protokollierend und Menschen (aus meinem Bekanntenkreis) daran teilhaben lassen, die sich dadurch inspiriert und bereichert fühlen. Selbst wenn ich mit meinen Beiträgen nur einen Menschen inspirieren und ihm*ihr einen wertvollen Impuls geben kann, freut mich das sehr. Denn am Ende gefällt mir der Gedanke, einige wenige Menschen tiefgründig mit meinen Gedanken zu inspirieren, deutlich mehr, als der, dass viele Menschen meinen Blog aus Gewohnheit anstatt aus wahrhaftigem Interesse lesen. Ich schreibe diesen Blog für mich, weil ich Sprache gerne nutze, um mich auszudrücken und meine Gedanken und Ideen der Welt mitteilen will.

Was ich aus diesen Zweifeln lerne

Der Prozess, den ich durch das Starten meines Blogs bisher durchlaufen habe und weiterhin werde, begleitet mich schon länger. Vielmehr begegnet uns allen früher oder später im Leben diese Fragen: Sind die Ziele, die wir mit unseren Handlungen verfolgen, uns wirklich wichtig oder versuchen wir nur, die Erwartungen der Gesellschaft an uns zu erfüllen? Suchen wir den Weg, der uns zu unserer Auffassung von Erfolg und Glück bringt oder wollen wir nur Bilder von uns nach außen tragen, die den Vorstellungen und Erwartungen anderer Menschen von bzw. an uns gerecht werden?
All diese Fragen sollten wir uns immer wieder stellen, um herauszufinden, was uns wirklich wichtig ist. Und auch beim Bloggen werden sie für mich immer wieder aufs Neue wichtig.

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